05.12.17 15:53 Alter: 135 Tag(e)

Führungswechsel bei OTH-Förderverein

 

Najdecki übernimmt - Immer wenn den Sachaufwandsträgern das nötige Geld fehlt, springt der Förderverein der OTH Weiden ein. Diese Praxis will auch die neue Führung beibehalten.

Wichtigster Tagesordnungspunkt bei der Mitgliederversammlung 2017 des Fördervereins der OTH Weiden war die Neuwahl. Nach neunjähriger Tätigkeit als Vorsitzender gab Rudolf Winter dieses Amt ab und wechselte in den Beirat. Nachfolger wurde der bisherige Stellvertreter Damian Najdecki. Er will die erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers fortsetzen.

Winter hatte sich mit einem Rückblick auf seine neunjährige Amtszeit von den Mitgliedern verabschiedet. 704 000 Euro Förderleistungen seien seit Gründung des Vereins vor 23 Jahren für Unterstützungsmaßnahmen ausgegeben worden. Schwerpunkte dabei waren Stipendien, Infrastrukturmaßnahmen an der Hochschule oder auch Öffentlichkeitsarbeit. Winter sprach von "einer sehr erfreulichen Entwicklung der Hochschule insgesamt", die sich bis zuletzt mit "in diesem Jahr rund 1000 neu eingeschriebenen Studenten an beiden Standorten fortgesetzt hat".

"In der Amtszeit von Rudolf Winter hat die Mitgliederzahl des Fördervereins um zehn Prozent zugenommen", lobte Rechnungsprüfer Georg Heigl den scheidenden Vorsitzenden. Von einer sehr stabilen Kassenlage berichtete Schatzmeister Ludwig Zitzmann. Laut Zwischenbilanz 2017 belaufe sich der aktuelle Kassenstand auf 147 000 Euro. Knapp 30 000 Euro an Ausgaben seien im laufenden Jahr bereits für Satzungszwecke geleistet worden. Dass die Unterstützung durch den Förderverein für die Hochschule sehr wichtig sei, betonte auch OTH-Präsidentin Andrea Klug in ihrem Situationsbericht. Derzeit seien 3132 Studenten in den 27 Studiengängen beider Standorte eingeschrieben. Sie werden von 85 Professoren und 91 Lehrbeauftragten unterrichtet.

Die sieben neuen Studiengänge sind inhaltlich stark auf das Thema Digitalisierung ausgerichtet. Die Präsidentin stellte allerdings auch fest, dass die Bewerber mit ihrer Studienwahl rasch auf Arbeitsmarktentwicklungen und die gesellschaftliche Bewertung bestimmter Themen reagieren würden. Gezeigt habe sich, "dass in den Köpfen Energiewende und erneuerbare Energien nicht mehr positiv belegt sind". Die strategischen Schwerpunkte der Hochschule basierten auf "der Kernstärke angewandte Forschung".

Die Aufzählung der besonderen Ereignisse an der Hochschule enthielt unter anderem die Errichtung des Kompetenzzentrums Mittel- und Osteuropa, das Fraunhofer-Lernlabor, die digitale Gründerinitiative sowie die Beteiligung an der Ausschreibung "innovative Hochschule", wobei zwei Millionen Fördergelder auf die OTH entfallen würden. Mit Weiterbildungsangeboten würden weitere Zielgruppen erschlossen.

Die Anmietung des E-House bezeichnete Klug als "wesentliche Weiterentwicklung des Bildungscampus". Dieser Feststellung schloss sich auch Oberbürgermeister Kurt Seggewiß in seinem Grußwort an mit der Bemerkung: "Das E-House ist der Leuchtturm." Er bedauerte allerdings, dass noch immer Sportstätten fehlen würden. Den Mitgliedern des Fördervereins stellten sich die Dekane Professor Clemens Bulitta und Professor Bernt Mayer vor. Professor Andreas Aßmuth zeigte in seinem Vortrag über IT-Sicherheit auf, dass die meisten "Smart-Home-Systeme" große Sicherheitslücken hätten und von jedermann leicht über das Internet gesteuert werden könnten.

(Quelle: https://www.onetz.de/weiden-in-der-oberpfalz/wirtschaft/fuehrungswechsel-beim-oth-foerderverein-najdecki-uebernimmt-d1796598.html)